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Portrait Susanne Hauser

Ich bin Hedwig- Susanne Hauser. Für meinen Künstlernamen habe ich "Susanne Hauser" gewählt. Geboren bin ich in Oberurnen, Kanton Glarus, am 24.Januar 1946, der Tag des Erdbebens mit dem automatisch ausgelösten Läuten der Kirchenglocken. Mit meinem fortgeschritten Alter bewerbe ich mich um den Swissaward, weil ich überzeugt bin, eine Chance auf Anerkennung zu erhalten. "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Dies trotz des kritischen Berichts "Sie tagen hinter verschlossenen Türen", ... die verwunderliche Praxis der Kunst-Richter, NZZ vom 10.2.2017.

Mit meiner Kindheit ist eine "stürmische Jugend" verbunden. In unserer Grossfamilie waren alle sozialen Schichten vertreten; vom Beamten zum Kommunisten, mit einem Kind namens Lenin, bis hin zum Regierungsrat. Die gesellschaftlichen Diskussionen in der Familie haben meine Hinwendung zu kritischen Aufarbeitungen der Textilindustrialisierung im Glarnerland und der Nachkriegszeit geführt. Die Einführung in die Weltgeschichte und in die Welt der Mythen und Sagen in der Bergwelt hat meine Grossmutter geleistet; sie war mein stabiler Anker in stürmischen Zeiten.

Mein Kunstschaffen ist schon früh erwacht, weil sich meine Phantasien durch die Erkrankung an Polio als Kleinkind geschärft haben. Das "Revolutionäre" ist mit dem "Traditionellen" Hand in Hand gegangen. Der Besuch der Kunstgewerbeschule ist mir verwehrt geblieben. Der "anständige" Lehrerberuf, mit der Optik Kinder zu erziehen, war für mich die einzige Option.

Wenn das "Feuer brennt" kann es nicht gelöscht werden. Mit der Gründung einer Familie ist gleichzeitig auch der Wunsch nach einer künstlerischen Beschäftigung immer stärker ins Zentrum gerückt. So habe ich mit Malerei als Autodidakt begonnen und mich am Opernhaus in Bühnenmalerei weitergebildet. Ein Zürcher Galerist hat mich entdeckt und eine Einzelausstellung angeboten, die zu einem grossen Verkaufserfolg geworden ist. Das hat sich in der Szene schnell herumgesprochen und so bin ich in der ganzen Schweiz für Ausstellungen eingeladen worden. Schnell musste ich merken, dass zu viele Galeristen ausschliesslich den Verkaufserfolg wiederholen wollten. Das hat dazu geführt, mich auf die Kunst so auszurichten, dass der Verkauf nicht der zentrale Fokus ist.

Das Kunsthaus Glarus hat mit der Jahresendausstellung "Kunstschaffen Glarus" die Möglichkeit geboten, erstmals in einem Kunsthaus auszustellen und einen Kunstpreis zu gewinnen. Nach der zweiten Ausstellungsrunde habe ich den "Fokus-Preis" des Glarner Kunstvereins gewonnen, mit der Möglichkeit im Folgejahr eine Einzelausstellung zu bestreiten. Das war der Eintritt in eine andere Sphäre und gleichzeitig der Türöffner für internationale Ausstellungen; zB in New York, Philadelphia, Cape Cod, Köln, Freiburg im Br., Venedig, Florenz, Dublin, Athen etc.

In den letzten 7 Jahren habe ich mich auf das Zeichnen konzentriert. Die Monografie "Dialogues with Time and Infinity" ist entstanden, mit einer Einzelausstellung im museumbickel publiziert. Nationale und internationale Sammler aus Deutschland, Italien, Schweiz, USA haben Werke gekauft. Das Murano Museum Venedig hält eine Glasskulptur, gefertigt von Glasspezialisten, und das Kunsthaus Glarus hat Werke übernommen. Preise für das Kunstschaffen sind dazu gekommen; der Innovationspreis für Glasskulpturen oder der Preis für Grafik zur Olympiade in Athen.

Aktuell beobachte ich die Kunstszene, gestalte Arbeiten zu "gemalt, geschnitten, geklebt". Man spricht von der Rückkehr der Figur. Die Formen führen zur Entschleunigung. Das Wesentliche liegt im langen Zeithorizont und lässt die innere Verbalisierung zu. Die neuen Arbeiten knüpfen an der Auseinandersetzung mit der Umwelt an. Eine Nervenkrankheit hat mich dazu gezwungen das zeichnerische Werk zu reduzieren. Form und Farbe sind weniger akribisch und belastend, so dass ich die neuen Arbeiten sehr schätzen gelernt habe.

Die Kunstszene zu überblicken ist schwierig, geschehen doch viele Dinge, die rational nicht erfassbar sind. "Wenn die toten Fische mit dem Strom schwimmen", dann ist dies auch bei Auktionen und den irrealen Preisen zu beobachten. Vieles in der Sammlerseele hat mit Prestige zu tun und führt hin zu einer Art Ersatzreligion. Wenn Betrüger Kunst am Fiskus vorbeileiten und Galeristen mit Fälschungen Handel betreiben. Trends wie "Sauglattismus, Hedonismus oder Simplizissimus" sind sichtbar. Wenn der Künstler an der Performance über Einpackpapier schreitet und sich an den Geräuschen erfreut. Wenn in der Kunsthalle Gottesdienste zelebriert werden. Wenn "kindlich-natürlich" mit "kindisch" verwechselt wird. Wenn simpel mit einfach verwechselt wird oder wenn die Hauptperspektive des Kunstschaffens der Rückspiegel ist, dann sind die Berichterstatter zur Kunst gefordert. Die Altersmilde ist die Wegleitung. Ich habe mir deshalb den Spass erlaubt, reale Sätze aus Kunstbeschreibungen zusammenzustellen und darüber zu staunen; siehe im attachment "no fake".

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